lecture: ldproxy - Geodaten für Jedermann

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Haben Sie schon Geodaten über OGC-Webdienste genutzt? Mit den richtigen Tools ist das kein Problem, aber für Entwickler und Nutzer, die sich nur wenig mit Geodaten und deren Standards auskennen, ist es häufig schwierig. W3C und OGC haben sich mit dem Thema befasst und Empfehlungen dokumentiert, um die Bereitstellung von Geodaten zu modernisieren und deren Nutzung zu vereinfachen. Wir möchten die Software ldproxy vorstellen, die diese Empfehlungen auf Basis der bestehenden Geodateninfrastrukturen umsetzt und Hürden bei deren Nutzung reduziert.

Im Zuge von Open Data wurden in den letzten Jahren viele Geodaten zur freien Nutzung angeboten. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Die Nutzung dieser Daten erfordert allerdings Kenntnisse der Schnittstellen und Datenspezifikationen, was für Nicht-Experten oft eine erhebliche Hürde darstellt. Die Potentiale der Daten können somit nicht ausgeschöpft werden. Zudem hat sich das Web weiterentwickelt und mit ihm die Erwartung und Verhaltensweisen von Entwicklern und Nutzern.

Vor diesem Hintergrund haben W3C und OGC Praktiken für die "web-freundliche" Veröffentlichung von Geodaten dokumentiert. Sie legen eine Modernisierung bei der Bereitstellung von Geodaten für einen breiten Nutzerkreis nahe. Diese Empfehlungen bilden auch die Basis für die aktuelle Weiterentwicklung des OGC Web Feature Services in der Version 3.0.

Die Open-Source-Software ldproxy setzt diese Empfehlungen technisch um. ldproxy fungiert dabei als Proxy-Dienst, der aus WFS 2.0-Diensten Daten und Inhalte entwickler- und nutzerfreundlich aufbereitet. Dies beinhaltet die Konfigurationsmöglichkeit von Namen und Titel der Objektarten und deren Attribute, die Aufbereitung der Inhalte als persistente HTML-Seiten mit Übersichtsseiten, schema.org-Annotationen und Verlinkungen innerhalb der Daten. Die Seiteninhalte sind zudem in Formaten wie GeoJSON oder GML abrufbar. Zusätzlich werden die Daten über eine REST API bereitgestellt, die gemäß der OpenAPI-Spezifikation (aka Swagger) definiert ist.

Um die Praxistauglichkeit zu testen, wurden in einem Kooperationsprojekt die Empfehlungen auf Geobasisdaten aus ALKIS und ATKIS des Landes NRW mittels ldproxy angewendet und mit dem NRW Hackathon 2017 veröffentlicht. Das Feedback der Nutzer war durchweg positiv und zeigt, dass sich die Entwicklungen auf dem richtigen Weg befinden.

Info

Day: 2018-03-21
Start time: 17:40
Duration: 00:25
Room: Alfred-Philippson-Hörsaal
Track: Freie Software

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